Freitag, 9. Mai 2014

Einstiegsdroge

Es fängt ganz harmlos an. Ein Gelegenheitskauf beim Discounter. Könnte ich ja mal mitnehmen ... nur mal so ausprobieren ... Das war vor 2 Jahren. Rosa und Lila Wolle, eine Häkelnadel dazu. Daraus sollte eine Tasche für meine Tochter werden (ist nie fertig geworden). Im Sommer drauf bin ich auf myBoshi aufmerksam geworden. Neugierig geworden, spontan Buch und Wolle bestellt, im Sommerurlaub(!) 2012 mit der ersten Mütze angefangen. Fertig war sie etwa 4 Wochen später :-) Die nächsten gingen schon schneller und auch Farbwechsel waren bald kein Problem mehr.

Jetzt war es um mich geschehen. Zahllose Boshi-Mützen folgten. Schlimme Einstiegsdroge! Aber das reichte bald nicht mehr. Was habe ich alles im Internet entdeckt: Granny-Squares! Häkeldecken! Handy-Taschen! Amigurumi! Aber dann musste es noch mehr sein: Ich erinnerte mich an meine (sehr bescheidenen) Strickkünste. Die nächste Stufe war erreicht - Stricken! Socken! Schals! Mützen! Taschen! Stricken ist noch schlimmer als Häkeln. Wunderbar. Neben dem Garten- und Pflanzenvirus hat mich jetzt auch das Wollvirus gepackt. 

Im Winter habe ich 3 Paar Socken gestrickt, 2 Mützen (für Vater und Tochter), Stulpen und Schal:


Aktuelle Projekte und ein Highlight aus dem letzten Jahr:



Momentan stricke ich an einem Frühlingsschal (oben rechts), die Anleitung dazu gibt es jede Woche stückweise beim Knit-Along von schoenstricken.de. Parallel dazu habe ich ein Einkaufsnetz in bunt angefangen (oben links) - als Entspannung zwischendurch und zum Stricken vor dem Fernseher. Bei dem Schal muss ich mich, je nach Muster, so konzentrieren, dass ich vor dem Fernseher Fehler gemacht habe und mehrere Reihen wieder aufribbeln musste.

Ganz unten - wie man sieht - eine gehäkelte Yoda-Mütze. An Halloween letztes Jahr wollte mein Sohn Yoda sein. Zu der Mütze gab es noch einen hellbraunen Bademantel und das Laserschwert war schon da. Ein geniales Kostüm :-) Zu Fastnacht hat er es aber leider nicht mehr anziehen wollen. Die Mütze ist aber groß genug, dass er sie mit 15 oder 30 auch noch tragen kann :-)

Wer sich also fragt, was ich im Winter gemacht habe, wieso ich eigentlich nichts mehr poste und was ich stattdessen so mache - meistens sitze ich abends auf dem Sofa und stricke. Oder ich sitze im Garten und stricke. Ok, manchmal bin ich auch so im Garten und stricke nicht. 

Im nächsten Post gibt es wieder was aus dem Garten. Versprochen.





Freitag, 28. März 2014

Lebenszeichen

Wie so viele schleiche ich jeden Tag im Garten rum und schaue, was denn schon alles austreibt, blüht und wächst. Ganz besonders genau beobachte ich meinen kleinen neuen Apfelbaum. Im letzten Jahr stand an gleicher Stelle schon ein Vorgänger, der leider nicht angewachsen ist. Im Mai letzten Jahres habe ich ihn ausgegraben und zur Baumschule zurück gebracht, das Geld habe ich freundlicherweise zurück bekommen.
Im Herbst habe ich direkt einen Nachfolger besorgt. Apfelbaum muss sein.

Als erstes ist mein kleines Birnbäumchen ausgetrieben, dass ich im Herbst auch noch mitgenommen habe:



Gleich danach der Säulenapfel (Starcats)



Der Zierapfel (Malus Evereste) zeigt schon ganz viel Grün:



Nur der Berlepsch, der neue Halbstamm-Apfelbaum, der hat sich lange nicht gerührt. Bis zu dieser Woche! Er lebt und ich freue mich schon auf eine prächtige Apfelblüte und viele leckere saftige Äpfel.


Es wird wieder warm - das Wochenende soll schön werden - weg vom Computer und raus in den Garten mit euch!

Viele Grüße,
Michelle

Freitag, 21. März 2014

Gastbeitrag bei schaeresteipapier - Ein Haus für den Osterhasen

Ich habe meinen ersten Gastbeitrag veröffentlicht! (Damit habe ich am allerwenigsten gerechnet)

Als im Januar die Anfrage zu einem Gastbeitrag von Natalie (schaeresteipapier.blogspot.ch) kam, habe ich mich sehr gefreut, auf einem meiner Lieblingsblogs als Gast aufzutreten. Und das mit meinem kleinen Blog, auf dem es zuletzt auch noch ziemlich ruhig war.

Zu dem Thema Frühling - Garten - Kinder kam mir ganz schnell die Idee, mit meinen Kindern ein Osternest zu basteln, wie ich selber mal eines hatte:

Ostern 1984

Was daraus geworden ist - 30 Jahre später - könnt ihr hier bei Natalies Blog schaereateipapier nachlesen.





Könnt ihr es auch kaum noch erwarten, bis es endlich Ostern ist?

Liebe Grüße,
Michelle

Sonntag, 16. März 2014

Wundermittel Gründüngung?

Nicht umsonst heißt mein Blog Regenwurmgarten. Ein Regenwurmgarten ist für mich ein Garten, in dem sich Regenwürmer wohl fühlen und in dem die Regenwürmer für einen guten Boden sorgen. Sie lockern den Boden auf, sorgen für eine gute Belüftung des Bodens, reichern ihn mit Humusstoffen an. Damit sind die Regenwürmer ganz wichtige und unentbehrliche Helfer im biologisch bewirtschafteten Garten. Und eben einen solchen Garten habe ich hier.

Nun gibt es hier aber leider noch nicht so viele Regenwürmer, dass alles so wächst und gedeiht, wie ich mir das so vorstelle. Daher helfe ich hier und da mit organischem Dünger nach. Im letzten Jahr konnte ich damit ungeahnte Effekte an meinem Rasen beobachten - aber dazu in einem anderen Post mehr. Jetzt ist noch keine Rasenzeit.

Eine weitere Methode der biologischen Bodenverbesserung ist die Gründüngung. DAS Wundermittel schlechthin, um den Gartenboden fit zu machen, wenn man der Literatur glaubt. Das muss ich dann natürlich auch ausprobieren. Mein sandiger Boden braucht ein bißchen Futter, auch wenn ich anfangs dachte, ganz ohne Dünger auskommen zu können.

Im Spätsommer habe ich daher auf meinen beiden Gemüsebeeten Phacelia und Gelbsenf ausgesät. Was soll das bringen?

- weniger Unkraut auf den monatelang brach liegenden Beeten
- der Boden wird gelockert
- reichern den Boden mit Nährstoffen an

So dachte ich mir das. Weniger Unkraut jäten mit schwerem Gerät ausgraben als im Vorjahr und das Gemüse wuchert danach nur so.

Phacelia heißt auch "Bienenfreund" - und das zu recht. In meinem Phacelia-Beet hat es nach kurzer Zeit nur so gesummt und gebrummt. Die lila Blüten sehen wunderschön aus. Alleine das war es schon wert.

Links, zwischen Schlauchwagen und Sonnenblume, sieht man das abgeerntete Gemüsebeet mit Phacelia.
21. September 2013

Wie versprochen ist die Saat auch schnell aufgegangen und nach kurzer Zeit war das ganze Beet mit Phacelia zugewuchert. Im Winter sollten die Pflanzen abfrieren. Das hat eher nicht so geklappt, lag wohl auch am milden Winter.

Phacelia im Februar 2014. 

Ich habe die Pflanzen dann einfach abgehackt und erstmal auf einen (ziemlich großen) Haufen geschoben. Bei der Gelegenheit habe ich mal geprüft: es war tatsächlich fast ausschließlich Phacelia, kaum Unkraut. Also - voller Erfolg in dieser Richtung. Und schön locker war der Boden auch.

Karotten habe ich auch noch gefunden. Und wie man sieht sind auch die Wege mittlerweile vom Unkraut befreit und mit Rindenmulch bedeckt. Sonst kommt der mir nirgendwo hin, aber für die Wege ist er vielleicht doch das richtige.

Die Pflanzenreste habe ich noch weiter klein gehackt und in den Boden eingearbeitet. Das passiert allerdings schon fast automatisch beim kleinhacken auf dem Beet. Bis zu den ersten Aussaaten sollten die Pflanzenreste größtenteils zersetzt sein und einen 1A-Boden für mein Gemüse zurücklassen. Mal sehen.

Fertig. Bereit für das neue Gemüsejahr.

Der Gelbsenf hat mich doch sehr enttäuscht. Er ist eher kümmerlich gewachsen, es hat sich einiges an Unkraut angesiedelt. Blüht gelb - wie der Name sagt - aber mehr ist darüber auch nicht zu sagen. Angeblich sollte er besonders schnell und dicht wachsen. Na ja, bei mir nicht. Auch hier ist nicht alles erfroren, ich habe die Reste ebenfalls abgehackt, klein gehackt und eingearbeitet. Mal sehen, was das Gemüse dazu sagt. Da hier Tomaten wachsen sollen, werde sie noch zusätzlich Tomatendünger bekommen.

Gelbsenf im Februar 2014. 

Und damit ist die neue Gartensaison eröffnet! Es war ganz herrlich, die Gemüsebeete zu bearbeitend bei schönstem Sonnenschein und milden Temperaturen in der Erde zu wühlen.

Einen schönen Frühling an alle Regenwurmfreunde da draußen!
Michelle

Sonntag, 26. Januar 2014

Es geht wieder los!



Was für ein Start in die neue Gartensaison! Neben dem ersten Schneeglöckchen buddelte sich ein Regenwurm durch die nasse und kalte Erde. Das ist mein offizieller Start in die neue Gartensaison - juhu! Endlich wieder in der Erde buddeln, Knospen und Blüten entdecken und den Pflanzen beim Wachsen zusehen.



Das erste Schneeglöckchen 2014. Ich muss es jetzt jeden Tag (mehrmals?) besuchen, damit ich nicht verpasse, wenn es die Blüte öffnet.


Schneeglöckchen mit Regenwurm. Wer entdeckt den Regenwurm?


Das zweite Schneeglöckchen bringt sich auch schon in Startposition.

Neben den Schneeglöckchen habe ich bei den anderen Kandidaten für früheste Frühlingsstimmung nach dem Rechten gesehen. Grünt schon was? Blüht schon was?


Die Frühlingsspiere (Spirea thunbergii) ist schon ganz zartgrün und hat tatsächlich schon die erste Blüte geöffnet.


Die Zierquitte (Chaenomeles superba ' Crimson and Gold') öffnet ganz zaghaft die ersten Knospen.

Von Krokussen ist noch nichts zu sehen. Und ich bin ja alt genug um zu wissen, dass es bestimmt noch mal kalt wird. Trotzdem schalte ich schon mal in den Frühlingsmodus - und hoffe, dass es nicht so lange kalt bleibt wie letztes Jahr.

Vorerst ist auch unser Vogelbuffet noch gut bestückt. Leider verirren sich nur wenige Vögel hierher. Zu warm? Zu viele Katzen? Zu wenige Verstecke? Leider sind die Sträucher noch klein.






  

Montag, 9. Dezember 2013

Dezemberbaum und Winterstörche

Am Wochenende habe ich einen Spaziergang gemacht und mich an der winterlich-schneelosen Landschaft gefreut. Einen beeindruckenden Baum habe ich entdeckt - mich wundert nur, dass er mir vorher noch nicht aufgefallen ist. Wahrscheinlich sieht er nur im Winter so beeindruckend aus, wenn man seine kahlen Äste sieht.



Besonders schön finde ich auch, wie die Äste aus dem Stamm wachsen:



Gleich daneben auf dem Feld eine Gruppe von Störchen, die wohl auf einen milden Winter hoffen. Sie haben sich an einer großen Pfütze auf dem Feld gesammelt. Swimmingpool oder Snackbar? Ob sie wegen der milden Winter hier bleiben? Oder wegen des üppigen Nahrungsangebots an der benachbarten Müllkippe? Fastfood für Störche! Diese Exemplare legen aber anscheinend doch Wert auf Bio-Regenwürmer.




 

Dezember kann auch ohne Schnee schön sein.


Freitag, 6. Dezember 2013

Die ersten Weihnachtsbäumchen

In der Adventszeit wird jetzt auch hier gebastelt. Meine Tochter ist deutlich bastelbegeisterter als mein Sohn, aber er hat sich nach einer Weile auch anstecken lassen und mitgebastelt. Diese wunderschöne und einfache Bastelei habe ich mir letztes Jahr bei einer Freundin abgeschaut (die auch deutlich kreativer und bastelbegabter ist als ich). Aber das habe sogar ich hinbekommen!



Ich bin immer auf der Suche nach Basteleien, die die Kinder (mit etwas Anleitung) selbst machen können. Ich finde es blöd, wenn die Eltern basteln und die Kinder können nur zuschauen. Diese kleinen Tannenbäumchen sind perfekt, die Kinder können das meiste selbst machen und es sieht auch immer noch toll aus, wenn die Teile nicht perfekt ausgeschnitten sind.


Man nehme:

Bastelfilz, 400g/qm, Stärke 2-3 mm
Holzperlen, 6mm
festes Nähgarn
Nähnadel

Aus dem Bastelfilz haben wir für jedes Bäumchen 7 Kreise mit Durchmessern von 6 - 2 cm ausgeschnitten.

Das Garn wurde an eine Holzperle geknotet und noch eine Holzperle darüber auf das Garn gefädelt. 

Jetzt werden immer abwechselnd eine Filzscheibe (möglichst mittig) und eine Holzperle aufgefädelt.  Dabei beginnt man mit der größten Scheibe und endet mit der kleinsten. Am Ende kommt eine Perle auf die Spitze des Bäumchens und wird auch wieder festgeknotet. Den Faden so lange stehen lassen, dass man eine Schlaufe zum Aufhängen knoten kann, dann abschneiden.

Fertig ist das Weihnachtsbäumchen!

Das Auffädeln bekommen die Kinder sehr gut selbst hin. Und wenn die Scheiben nicht immer ganz in der Mitte durchstochen werden, sieht das Bäumchen besonders schön aus - wie ich finde.



 Da wir noch jede Menge Filz übrig haben, werden noch einige Bäumchen entstehen.

Einen schönen Nikolaustag euch allen!

Liebe Grüße,
Michelle