Sonntag, 26. Februar 2012

Schatz gefunden!

Dieses fast-schon-frühlingshafte Wochenende habe ich natürlich genutzt und fleißig im Garten gewerkelt und mein Gemüsegärtchen vorbereitet. Da sich aber spontan die Gartenplanung der Kinder geändert hat (von wem die das nur haben?), musste ich auch das Kinderbeet vorbereiten. Das ist aus meinem Gemüsegarten ausgezogen und hat sich in der (geplanten) Kinderecke niedergelassen. Damit habe ich ein Beet mehr für mein Gemüse :-) So werden wahrscheinlich Bohnen und Salat jeweils ein eigenes Beet bekommen. Allerdings hatte ich auch nur genug Zeit für meinen halben Gemüsegarten und das Kinderbeet. Insgesamt habe ich auf ca. 11 qm zwei Eimer voller Quecken augegraben und einen Eimer Steine - vom kleinen Kiesel bis zum Backstein. Und einen Schatz!



Oder zumindest den Schlüssel zu einer Schatztruhe. Vieleicht. Jetzt muss ich nur noch weitergraben, irgendwo muss doch noch die Kiste mit dem Gold sein...


So sah das heute abend aus, die Fotos sind noch schnell in der Dämmerung entstanden.



Das Kinderbeet hat auch schon eine provisorische Umrandung (gleichzeitig Trittbretter, um auch alles zu erreichen). 


Rund herum in den meisten anderen Gärten ist ja schon offiziell der Vorfrühling ausgebrochen, da blühen schon jede Menge Schneeglöckchen. Meine lassen noch auf sich warten, aber vielleicht liegt es auch daran, dass sie erst im letzten Jahr gepflanzt wurden? Vielleicht sind die älteren Examplare schneller?
Ich hoffe, dass sie sich sich in den nächsten Jahren fleißig vermehren, genau wie die Wildtulpen, Traubenhyazinthen, Krokusse und Schachbrettblumen, die ich alle im letzten Herbst gepflanzt habe. Leider blüht davon noch nichts, aber es gibt schon jede Menge grüne Spitzen. Und weil ich es gar nicht erwarten kann, habe ich noch Blausternchen und Hornveilchen gekauft und diese Woche eingepflanzt. Die dürfen sich auch alle schön vermehren!

Letzte Woche hatten wir schon eine Premiere: Am Fastnachtssonntag haben wir die ersten Sommerblumen ausgesät. Und für den schnellen Erfolg auch noch Kresse. Laut Packung soll es bei den Blumen nämlich eine Weile dauern bis zur Keimung:
- Männertreu blau (10 cm hoch), Lobelie erinus: 7 - 14 Tage
- Löwenmaul (Blütenteppich, 20 cm hoch), Anthirrinum majus: 10 - 14 Tage
- Eisenkraut (Mischung, 45 cm hoch), Verbena officinalis: 20 - 30 Tage

Bei dem Löwenmaul stand dabei: "Kaltkeimer, vor der Keimung Kälteperiode von ca. 10 Tagen bei 5° C günstig". Also hab ich das Schälchen nach dem Säen erstmal vor die Tür gestellt, mit dem Plan, es nach 10 Tagen wieder reinzuholen. Abends habe ich es auch schön mit Tannenzweigen abgedeckt, da es doch noch frieren sollte in der Nacht. Am nächsten Tag war ich dann aber doch sehr unsicher, hab noch eine Weile im Internet gelesen und es dann doch wieder reingeholt. Anscheinend keimen sie doch im Warmen, Kälte vorher tut gut, muss aber nicht sein. Mal sehen wie es nun wird.
Zum Testen habe ich nur höchstens die Hälfte der Samen gesät, die vorgezogenen Pflänzchen werden dann noch gegen die Freilandaussaat ins Rennen geschickt.

So sah das direkt nach der Aussaat aus, oben rechts, ohne Schild, das ist die Kresse:


Wie zu erwarten war die Kresse am schnellsten - sie ist auch schon aufgegessen.

Jetzt, eine Woche später, die große Überraschung: Alle haben schon gekeimt! Auch die dilettantisch behandelten Löwenmäulchen.



Regenwürmer habe ich übrigens noch keine gesehen...

Sonntag, 5. Februar 2012

Winter draußen - Frühling im Haus

Jetzt ist es tatsächlich noch mal richtig kalt geworden! Die Zwiebeln im Garten machen eine Pause und warten auf wärmere Temperaturen.

Zum Ausgleich habe ich mir schon den Frühling ins Haus geholt:




Gleichzeitig ein dankbares Motiv, um die Kamera zu testen :-)

Falls es dann auch draußen mal Frühling wird, kann ich direkt loslegen: Der Gemüsegarten ist schon fertig geplant. Bevor ich aber säen und ernten kann, muss ich erstmal den Boden soweit vorbereiten, dass von Beeten die Rede sein kann: also Unkraut und Steine rausgraben (davon gibt es eine Menge) Kompost kaufen (oder Blumenerde?) und einarbeiten. Dann sollen auch die Wege plattgetrampelt und die Beete gelockert werden - evtl. wird auch schon eine Beetumrandung mit Holzbrettern gemacht, mal sehen, wie die Zeit reicht.

Folgendes steht auf dem Plan:

Beet 1: Tomatenbeet
Hier sollen normale Tomaten (Ruthje) und Cocktailtomaten (Aurora) hin. Anfang März fange ich an, sie im Haus vorzuziehen. Ich werde natürlich berichten.
Zusätzlich pflanze ich an die kurzen Ränder rote Gartenmelde. Die wird schön hoch, sieht gut aus und bietet etwas Windschutz für die Tomaten. Zwischen die Tomaten kommt noch Neuseeländer Spinat - ein Tip aus meinem absoluten Lieblings-Gemüsebuch (Danke, Brüderchen) - sowie Basilikum und Petersilie.
(Und wenn das Beet nicht reicht und meine Tomatenanzucht erfolgreich ist, gibts noch Tomaten in großen Töpfen).

Beet 2: Erbsenbeet
Ich liebe frische Erbsen aus dem Garten! Ich kann mich lebhaft an die Erbsen aus dem Garten meiner Oma erinnern, die habe ich am liebsten direkt aus der Hülse genascht. Sonst hat mich das Gemüse im Garten nicht so interessiert. Außerdem liebe ich Zuckererbsen, die sind aber immer so teuer, dass ich sie sehr selten kaufe. Daher also wird Beet 2 das Erbsenbeet, mit Zuckererbsen und Markerbsen (Gloriosa). Weiter werden hier noch Mangold (Feurio, schön bunt) und Mairüben wachsen.

Beet 3: Bohnen- und Salatbeet
Ich muss gestehen, dass ich es oft nicht schaffe, einen ganzen gekauften Salatkopf zu essen, bevor er welk wird. Das liegt auch daran, dass der Rest der Familie nicht so wild auf Salat ist. Mit eigenem Pflücksalat im Garten, von dem ich mir immer bei Bedarf passende Portionen pflücken kann, passiert das nicht mehr. Das bedeutet vielleicht auch, dass ich mehr Salat esse - mal sehen.
Auf diesem Beet wird es neben verschiedenen Salaten(Kopfsalat, Pflücksalat, Rucola) auch Karotten, Radieschen und Schnittlauch geben. Evtl. probiere ich auch mal den Tip aus, Mangold und Rote Bete als "Baby-Leaf"-Salat zu ziehen, d.h. die jungen Blätter als Salat zu ernten.
Außerdem werden hier Buschbohnen wachsen. Auf dem Kinderbeet wird es auch eine Feuerbohne geben, vermutlich werde ich auch noch eine irgendwo in den brach liegenden Teil des Gartens setzen - weil sie schön aussehen.

Beet 4: Kinderbeet
Hier dürfen die Kinder bestimmen was wächst und auch aussäen, gießen und ernten. Mal sehen, was gewünscht wird. Bisher stehen Kartoffeln, kleine Tomaten, Erdbeeren, Sonnenblumen, Radieschen, Karotten und Bohnen hoch im Kurs. Und bunte Blumen.

Soweit heute aus dem Gemüsegarten - in der nächsten Woche werde ich mir Gedanken um die ästhetische Gestaltung des Gemüsegartens machen. Dazu dann nächste Woche mehr.

 Ich freue mich auf eure Kommentare!