Montag, 28. Mai 2012

Essen ist fertig!


Ein stolzer Moment: zum ersten Mal Mittagessen aus dem eigenen Garten!

Eine Handvoll Zuckerrebsen:


Dazu Spinat:


ergibt Pasta mit jungem Gemüse:


Lecker wars!

Das hat Lust auf mehr gemacht.



 Noch mehr Erbsen:






 
Mangold

Johannisbeeren - das sind aber auch leider die einzigen an dem Strauch. Ich sehe schon schwere Verteilungskämpfe in der Familie voraus.

Stachelbeeren. Hier hängt der Strauch richtig voll. Und da eigentlich außer mir keiner Stachelbeeren wollte, habe ich die für mich alleine :-) Aber vielleicht kommt der Rest der Familie ja noch auf den Geschmack.

2 Kürbisse. Die habe ich ganz rücksichtslos in eine der letzten noch verbliebenen Unkrautecken im Garten gesetzt - damit sollten sie fertig werden. Als Starthilfe wurde jeder in ein schönes großes Loch mit Kompost gepflanzt.
Mairüben. Mal sehen. Habe ich noch nie gegessen. Wann die wohl erntereif sind?
Tomaten, mit Peperoni, Basilikum und Petersilie. Dazu habe ich heute noch Neuseeländer Spinat gesät.

Das Salatbeet. Nachdem ich hier heute den Spinat geerntet hatte, habe ich Rucola und Radieschen nachgesät. Von dem Salat ernte ich ungefähr jeden zweiten Abend eine Portion für mich. Die Radieschen sind schon fast alle gegessen, sie waren zwar lecker aber nicht sehr fotogen. Die Karotten brauchen noch länger.


Die Kinder sind auch begeistert vom Essen aus dem eigenen Garten. Jeden Tag werden die Erdbeeren nach roten Früchten abgesucht (und dieses Jahr werden tatsächlich nur rote Früchte gepflückt) und die Zuckerschoten fanden sie lecker und sogar der Spinat wurde gegessen. Ein bißchen zumindest. Aber sie sind mächtig stolz auf Obst und Gemüse aus dem Garten und wollen alles probieren.

Für das nächste Jahr habe ich mir schon mal mehr Geduld verordnet:
Tomaten später säen, das war dieses Jahr viel zu früh. Anfang April sollte reichen. Meine Tomatenpflanzen waren viel zu groß und dünn. Die meisten mussten angebunden werden und trotz größter Vorsicht sind mir einige beim Einpflanzen abgebrochen. Da ich aber reichlich gesät hatte, gab es genug Ersatz. Mal sehen, wie sie sich letztendlich machen.

Sommerblumen später säen. Auch da war ich zu ungeduldig und habe an den warmen Tagen Ende März jede Menge Blumen gesät. Nichts davon hat sich bisher blicken lassen. An zwei Stellen habe ich letzte Woche neu gesät - und sehe schon die ersten Blättchen.


Aber es blüht auch so schon ein wenig im Regenwurmgarten, zum Abschluss noch einige Bilder aus dem Mai. Ich freue mich auf den Juni und noch mehr Blüten!

Erste Blüten von Geranium "Rozanne" - 16. Mai 2012 
Erste Blüten von Geranium "Patricia" - 28. Mai 2012 
Erste Blüte von Weigelie "Bristol Ruby" - 16. Mai 2012

Weigelie "Alexandra" - 16. Mai 2012.
Ein toller Strauch! Im Laufe des Monats war er voller Blüten.
Besonders schön blüht im Moment  das "Unkraut". In Nachbars Garten sieht es noch so aus wie bei uns in den lezten beiden Jahren. Im Moment dominiert der Mohn, der auch bei mir noch wachsen darf. Allerdings sind das nur noch einzelne Pflanzen und ganz kleine Exemplare im Rasen, nicht die wildwachsende Pracht.





Viele Grüße aus dem Regenwurmgarten an alle Leser und einen schönen Juni!

Freitag, 18. Mai 2012

Experimente

Von dem angekündigten Unwetter haben wir nur einen stärkeren Regen abbekommen, der Rasen hat es diesmal überlebt.

Hier noch ein Bild vom Unwetter vom 6. Mai, das mir den am 5. Mai gesäten Rasen weggeschwemmt hat.


Am 7. Mai habe ich dann nochmal neu gesät und mittlerweile sieht der Rasen schon richtig gut aus:


Aber auch sonst tut sich einiges im Regenwurmgarten. Oder ich tue. Und eigentlich habe ich ja keine Ahnung von dem was ich da so tue. Ich lese zwar viel und gerne in Gartenbüchern und Zeitschriften, aber die Umsetzung ist ein ganz großes Experiment. Macht aber Spaß.

Das neueste Projekt habe ich heute abend fertig gestellt:


Das ist (wird) ein Bohnenzelt. Mit 3 Bambusstangen und einem gefundenen langen Ast (wir haben jede Menge solche Fundsachen) habe ich das Grundgerüst gebaut. Oben, wo die Stangen sich kreuzen, habe ich Draht drumherum gewickelt. An diesem Draht ist der Kletterdraht befestigt, der unten von kleinen Stöckchen im Boden gehalten wird. An den Stangen und den Drähten sollen dann die Bohnen nach oben klettern. Rund um die Stangen und Drähte habe ich dazu die Feuerbohnen "Preisgewinner", "Scarlett Emperor" und die Stangenbohne "Blauhilde" gepflanzt, vereinzelt noch rankende Kapuzinerkresse dazwischen.

Jetzt hoffe ich auf warmes Wetter und bald ein schattiges Plätzchen für meine kleinen Indianer.

Die zukünftigen Bewohner fanden das Zelt jedenfalls auch schon ohne Schnüre und Bohnen gut - ich bin gespannt, wie das Experiment ausgeht und werde berichten.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Aller guten Dinge sind nicht immer Drei!

Am Samstag früh habe ich Rasen gesät - am Sonntag nachmittag wurde er durch einen fiesen Wolkenbruch weggespült. Ich konnte nur noch zusehen, wie sich Sturzbäche vom neuen Rasen durch den Gemüsegarten zum Nachbarn bildeten. Mit meinen Rasensamen.

Sonntag abend habe ich die Rasensamen aus den Gemüse- und Erdbeer- und Blumenbeeten geschippt.

Montag abend habe ich neu gesät.

Für morgen sind Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen angesagt. Bitte nicht nochmal...

Mittwoch, 2. Mai 2012

Sommerblumen! Sommerblumen?

Da meine Sträucher ja alle noch eher niedlich aussehen, habe ich dazwischen großzügig Sommerblumen gestreut, vor allem solche, die angeblich ziemlich idiotensicher aufgehen.

Mohn
Strohblumen
Akelei
Kornblumen
Cosmea
Rittersporn
Jungfer im Grünen
Feldblumen und Sommerblumen-Mischungen

Der Boden hier ist extrem sandig, Mohnblumen wachsen auch wild. Eigentlich gute Chancen für viele der genannten... Und meine Freude war groß, als ich schon bald viele klene Pflänzchen sehen konnte. Mittlerweile sind auch schon recht stattliche Exemplare daraus geworden, in großen Gruppen.

Seltsamerweise scheint überall die gleiche Pflanze zu wachsen... sogar im Gemüsebeet... und besonders gerne nicht nur zwischen den Sträuchern, sondern direkt um die Sträucher herum und mitten rein...

Sollten das vielleicht gar keine Sommerblumen sein? Sondern ein böses Unkraut? Aber warum dann genau da, wo ich gesät habe? Und bei den Sträuchern? Und in den vorbereiteten Gemüsebeeten - nicht aber in den noch unbepflanzten Gemüsebeeten?

Mein Verdacht: der Kompost ist schuld! Mangels eigenen Komposts habe ich mir von der örtlichen Mülldeponie zwei große Ladungen Kompost geholt. Damit habe ich im März schön großzügig die Sträucher gemulcht. Und um dem Sandboden was gutes zu tun, habe ich auch auf die Flächen zwischen den Sträuchern etwas Kompost verteilt. Und natürlich in die Gemüsebeete eingearbeitet...

Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass es ein böses Kompostunkraut ist. Aber was? Wenn es ja wenigstens mal blühen würde, dann könnte ich sicher sein. So scheue ich mich noch davor, alles auszureißen - vielleicht sind es ja doch Blumen? Aber wenn nicht - dann wuchert es und raubt meinen Blümchen alle Sonne? Und ich bekomme keine Blumen im Sommer?

Wer kann mir helfen? Was ist das? Rausreißen oder wachsen lassen? Noch geht es relativ einfach auszuzupfen, aber die größeren Exemplare sind schon etwas widerspenstiger. Aktuell sind sie ca. 15 cm hoch. Hier die Bilder der geheimnisvollen Pflanze:

NACHTRAG:
Es ist - Melde. Oder wie mir die freundliche Pflanzenexpertin aus meinem Haimatort sagte: "Schissmelle". Das zeigt ja schon, wie beliebt das Pflänzchen ist. Aber - es ist essbar. Mehr dazu in einem eigenen Artikel.

Was wächst da?

Strauch mit ungeplanter Unterpflanzung

Was ist das? 15 cm lang, mit Wurzel ca. 22 cm.



 



Alles neu macht der Mai

Das lange Wochenende habe ich genutzt, um die restliche Rasenfläche vorzubereiten und den Gemüsegarten fertig zu bauen.  So sah der südliche Gartenteil vorher aus:
Vorher

Mehrere Eimer voller Queckenwurzeln und Steine später hatte ich einen schönen großen Kartoffelacker:

Nachher

Als erstes wurde dann der Gemüsegarten abgeteilt. Die beiden neuen Beete warten jetzt auf die Bohnen und Tomaten. Und endlich (mag sich mancher denken) haben wir auch einen Zaun. Aber nur einen kleinen. Der bewacht das Gemüse und dient als Hintergrundkulisse für die Blumen davor.



  



Da ich aber keine Kartoffeln im großen Stil anbauen will, bin ich dem Acker mit Grubber und Rechen zu Leibe gerückt, habe noch 3 Eimer voller Steine rausgesammelt und eine (hoffentlich) ebene Fläche daraus gemacht. Da werde ich dann am nächsten Wochenende Rasen drauf säen. Bis dahin werde ich aber vermutlich noch einige Eimer voller Steine rausholen - unglaublich, wie viele da immer wieder auftauchen.



Scon am letzten Wochenende habe ich das Kräuterbeet provisorisch fertig gestellt. Wenn die Terrasse gebaut wird, wird das Beet mit den gleichen Steinen wie die Terrasse eingefasst. Vorübergehend habe ich dazu einige der gesammelten Fundstücke (s.o.) verwendet.




Jetzt freue ich mich drauf, dem Gras beim Wachsen zuzuschauen! Und natürlich all den anderen Pflanzen, dem Gemüse und Obst, den Sträuchern, Bäumen und Blumen!

Einen wunderschönen sonnigen Mai wünsche ich allen.