Mittwoch, 30. Januar 2013

12tel-Blick - ich bin dabei!

Auf anderen Blogs habe ich diese tolle Aktion gesehen und bin dabei! Tabea Heinicker hat dazu aufgerufen, und auch wenn bereits der 30. ist, bin ich jetzt noch schnell reingerutscht. Das Bild ist vom 29. Januar - schade dass ich nicht schneller war, am 20. lag noch Schnee.

An jedem 20. eines Monats fotografiert man das gleiche Motiv, "wirft einen 12tel Blick". Ich bin gespannt, wie am Ende des Jahres meine Fotoserie aussieht.

Ich habe einen Blick ausgewählt, in dem vermutlich einiges passieren wird im Lauf des Jahres.

29. Januar 2013

Im Zentrum mein neu gepflanztes Apfelbäumchen. Ich hoffe auf eine schöne Blüte, rechne aber nicht mit Früchten.

Links eine Ecke des Gemüsebeetes. Was ich genau dort anpflanzen werde, steht noch nicht fest. Momentan steht noch Wirsing da,. im letzten Frühling waren es die Erbsen. Vor dem Zaun habe ich im Herbst jede Menge neue Zwiebeln gesetzt, ich hoffe auf viele Blumen im Frühling.

In der Ecke stapelt sich noch Krempel. Schubkarre, leere Töpfe, jede Menge Unkraut. Hier sind im letzten Jahr auch meine Kürbisse gewachsen. Hier bin ich selbst gespannt, was ich aus der Ecke mache. Als erstes werde ich jedenfalls aufräumen und Unkraut ausgraben. Vielleicht noch vor dem 20. Februar?

Rechts in der Mitte stehen die Überreste der Gräser und Stauden, sie heben sich nicht so sehr vom Unkraut dahinter ab. Auf dieses Beet bin ich dieses Jahr sehr gespannt, ich werde das Beet noch vergrößern und noch einiges dazupflanzen, ich bin gespannt, wie es im Lauf des Jahres aussieht.

Außerdem sind zwei "Probleme" auf dem Bild zu sehen, für die ich nichts kann und die auch nur teilweise kaschieren kann. Links kann man die Mauer erkennen, die unser Nachbar baut, sie wird im Laufe des Jahres noch höher werden. Ich bin gespannt, ob die bereits vorhandenen Sträucher sie verdecken und wie es im Sommer aussieht. Sonst muss ich mir was einfallen lassen. Schön ist sie nämlich nicht...

Rechts oben sieht man die Ecke eines Bauruine. Die war ja schon auf vielen Bildern zu sehen. Seit 3 Jahren steht dieser Rohbau und wird nicht weitergebaut. Wir schauen von überall im Garten und aus den meisten Fenstern darauf... Ändern kann ich es nicht - mir fehlt das nötige Kleingeld, um es zu kaufen. Im Februar wird es allerdings versteigert, ich hoffe daher, dass sich dann unser Ausblick ändert.
Dazwischen liegt übrigens noch ein Grundstück, bisher nicht verkauft. Wer weiß, vielleicht tut sich da auch was in diesem Jahr?


Dienstag, 22. Januar 2013

Erster Geburtstag

Heute feiert mein Blog seinen 1. Geburtstag.

Wie ein Kind hab ich mich über die ersten "fremden" Leser gefreut, die mich vorher nicht kannten. Jetzt folgen schon 24 Leser meinem Blog und ich hatte 2861 Seitenaufrufe auf 26 Beiträge von mir. Wunderbar, das hätte ich vor einem Jahr nicht gedacht.

Vielen Dank dafür!

Zum Jubiläumstag habe ich mir ein besonderes Thema ausgesucht. Es passt auch hervorragend zur Jahreszeit:

Gartenplanung.

Seit etwas mehr als 2 Jahren beschäftige ich mich (mehr oder weniger ständig) mit der Planung unseres Gartens. Als wir vor 2,5 Jahren eingezogen sind, hatte ich nahezu gar keinen Gedanken an den Garten verwendet, die Hausplanung, Hausbau und Familie hatten Vorrang. Vorher hatten wir auch nie einen Garten - ich war einfach froh dass wir jetzt einen hatten. Und auch noch so groß - verglichen mit vielen Reihenhausgärten in der Nachbarschaft.

Unser Grundstück ist etwa 440 qm groß. Nach Abzug von Haus, Carport, Stellplätzen, Einfahrt bleiben hinter dem Haus etwa 220 qm, neben dem Haus etwa 22 qm, sowie etwa 24 qm Vorgarten.

Dahinein sollten:
- Terrasse
- Rasen, auch genügend groß zum Fußballspielen
- Obststräucher
- Bäume
- Sträucher
- Blumen
- Gartenhütte - die ist wieder gestrichen. Passte nirgendwo hin und sieht nicht gut aus.
- Sandkasten - am Anfang hatten wir 200 qm Sandkasten... jetzt einen kleinen, der wandert, weil er keinen Platz findet.
- Tomaten: mittlerweile muss es viiiiel mehr Gemüse sein!
- vielleicht ein Kinderspielturm? - Nein. Trampolin.
- vielleicht ein Grillplatz? - Nein, kein Platz.
- vielleicht mehrere Sitzplätze? - noch nicht endgültig entschieden.

Außerdem sollte er "pflegeleicht" sein. Was immer das auch sein sollte. Spielt jetzt keine Rolle mehr :-)

Im Lauf der Zeit haben sich die Anforderungen geändert. Rasen - klar immer noch. Auch groß genug zum Fußballspielen und Planschbecken aufstellen. Aber ganz furchtbar fand ich die Gärten, die nur aus Rasen mit Gitterzaun drumherum bestehen. Das ist doch kein Garten! Auch Rindenmulch mag ich nicht, riesige Kiesflächen mit einzelnen Pflanzen drin auch nicht. Nadelgehölze schon gar nicht, die fand ich schon in den Gärten der 60er-Jahre-Häuser ganz furchtbar.
Mir wurde jetzt immer wichtiger, dass auch das Gesamtbild stimmig ist, dass alles gut zusammen passt und, wenn man so sagen will, einem Konzept folgt. Ich habe auf dem Papier experimentiert, mit Kurven und Ecken, Kreisen, Quadraten, Dreiecken und Farben. Letztendlich ist es nicht streng geometrisch geworden, aber ich fand es trotzdem sehr hilfreich, mir das alles mal überlegt zu haben.

Nach dem ersten Sommer war klar, dass im Garten Schatten fehlt. Der Garten ist nach Südwesten ausgerichtet. Rundherum steht auch noch kein Baum und kein Strauch. Gleichzeitig wurde mir auch klar, dass nicht nur die 2D-Sicht von oben auf den Garten wichtig ist, sondern mindestens ebenso wichtig die verschiedenen Höhen der Pflanzen. Überzeugend fand ich auch den Grundsatz, bei einem breiten aber kurzen Garten, wie unserem, die Ecken zu betonen (dazu später mehr).

Bäume und große Sträucher
müssen her. Und auf einmal war der Garten viel zu klein für die vielen tollen Bäume und Sträucher, die ich haben wollte. Ich habe wochenlang durch Gartenbücher geblättert, Zeitschriften und Blogs gelesen und Webseiten von Baumschulen. Nebenbei habe ich natürlich immer ganz neugierig in fremden und bekannten Gärten geschaut, was da so wächst und wie es da so aussieht.

Der erste Baum
war unser Zierapfel, ein Hochstamm, Malus Evereste. Er steht vor der Terrasse und soll mal, wenn er groß geworden ist, Schatten auf der Terrasse spenden. Er blüht wunderschön, hat schöne kleine Früchte (bisher essen die Kinder sie lieber als die Vögel). Zudem wird er nicht so riesig. Eine Walnuß oder ähnlich große Bäume haben leider keinen Platz bei uns.

Oktober 2011

Die ersten Sträucher
folgten, und damit war auch schon einiges an Grundgerüst für den Garten gebaut. Mittlerweile war mir auch wichtig, dass die Sträucher robust sind, entweder einheimisch sind oder zumindest gut an unser Klima angepasst sind. Und wenn sie auch noch Nutzen für diverse Tiere bringen - umso besser- Letztendlich müssen sie mir aber natürlich gefallen, müssen zusammen passen und dürfen nicht hochgiftig sein.
Diese sind es dann geworden:
Cotoneaster franchetii, Immergrüne Fruchtmispel
Cornus alba 'Ivory Halo', Weißbunter Hartriegel
Chaenomeles superba 'crimson and gold', Zierquitte
Deutzia scabra 'Plena', Gefüllter Sternchenstrauch
Physocarpus opulifolius 'Diabolo', rote Blasenspiere
Weigela hybrida 'Bristol Ruby', Weigelie
Cornus alba 'Sibirica', Purpur-Hartriegel
Amelanchier lamarckii. Kupfer-Felsenbirne
Callicarpa bodinieri 'Profusion', Liebesperlenstrauch
Aronia melanocarpa 'Hugin', Apfelbeere
Deutzia hybrida 'Strawberry Fields', Rosen-Deutzie, Erdbeerduft-Deutzie
Spirea thunbergii, Frühlings-, Grasspiere
Vitex agnus castus latifolia, Mönchspfeffer, Keuschbaum
Weigela florida 'Alexandra', Rotblättriger Glockenstrauch


April 2012

Sicher kommen noch welche dazu... aber wohin? 
...Sauerkirschbaum
...Aprikosenbaum
...Haselnuss
...Weide
...Zaubernuss
...Holunder
...Quitte

Pläne

Die Pläne haben sich ständig verändert. Und auch jetzt gibt es noch nicht DEN einen Plan. Die letzte Änderung gab es erst vor 2 Tagen... Es ist auch ganz schön schwierig, einen Garten auf einem weißen Blatt Papier ganz neu zu entwickeln - vor allem, wenn man noch keine Ahnung davon hat und auch noch nicht so richtig eine Vorstellung davon, was man will. Aber umso mehr ich mich damit beschäftigt habe, umso mehr Spaß hat es mir gemacht. In den letzten 2,5 Jahren konnten wir den Garten kennenlernen und auch ein Gefühl dafür entwickeln, was uns gefällt. Dafür sind 2-3 Jahre nicht zu viel.

Hier aber nun der gerade aktuelle Plan - in 2 Teilen:

Teil 1 - aktuell bereits bestehend oder entschieden.
Der Plan enthält noch einige weiße Flecken. Da habe ich auch schon Ideen, aber so ganz entschieden habe ich mich da noch nicht.
Vor allem in den Ecken sind noch weiße Flecken. Da ist überall die Gartenhütte durch die Pläne gewandert und hat die weißen Flecken hinterlassen. Da jetzt die Gartenhütte rausgeflogen ist, kommt wahrscheinlich rechts oben noch eine zweite Felsenbirne zu der ersten. Oben linbks will ich irgendwas großes haben. Vielleicht ein Holunder? Oder eine Haselnuss? Oder ein kleiner Aprikosenbaum? Oder doch eine Weidenhöhle für die Kinder? Oder ein großes Beet mit Stauden, Rosen, Gräsern? Oder den Gemüsegarten erweitern? Oder eine Pergola mit Kletterrosen, Clematis und einem Sitzplatz?




Teil 2 - eine Version des vollständigen Plans
Hier mit der Version Holunder oben links.
Auf der linken Seite unten/Mitte überlege ich, einen kleinen Sitzplatz zu bauen. Genau hier steht im Sommer abends am längsten die Sonne. Zum Nachbarn abgeschirmt durch Harlekinweiden.
(Abgeschaut bei Carmen und ihrem Bistrogarten...). Oder soll hier doch ein kleiner Obstbaum hin? Sauerkirsch oder Aprikose? Oder ein schönes großes Blumenbeet? Rosen?

Zusätzlich habe ich hier das Problem, die häßliche Mauer der Nachbarn verbergen zu wollen. Die muss ich ein andermal zeigen, jetzt ist es schon zu dunkel zum Fotografieren.



Mehr zu den einzelnen Gartenteilen muss ich später erzählen - sonst wird der Beitrag viel zu lang. (Respekt, wer es bis hierhin geschafft hat)

Viele Grüße und auf das nächste Jahr im Regenwurmgarten!
Michelle