Freitag, 28. März 2014

Lebenszeichen

Wie so viele schleiche ich jeden Tag im Garten rum und schaue, was denn schon alles austreibt, blüht und wächst. Ganz besonders genau beobachte ich meinen kleinen neuen Apfelbaum. Im letzten Jahr stand an gleicher Stelle schon ein Vorgänger, der leider nicht angewachsen ist. Im Mai letzten Jahres habe ich ihn ausgegraben und zur Baumschule zurück gebracht, das Geld habe ich freundlicherweise zurück bekommen.
Im Herbst habe ich direkt einen Nachfolger besorgt. Apfelbaum muss sein.

Als erstes ist mein kleines Birnbäumchen ausgetrieben, dass ich im Herbst auch noch mitgenommen habe:



Gleich danach der Säulenapfel (Starcats)



Der Zierapfel (Malus Evereste) zeigt schon ganz viel Grün:



Nur der Berlepsch, der neue Halbstamm-Apfelbaum, der hat sich lange nicht gerührt. Bis zu dieser Woche! Er lebt und ich freue mich schon auf eine prächtige Apfelblüte und viele leckere saftige Äpfel.


Es wird wieder warm - das Wochenende soll schön werden - weg vom Computer und raus in den Garten mit euch!

Viele Grüße,
Michelle

Freitag, 21. März 2014

Gastbeitrag bei schaeresteipapier - Ein Haus für den Osterhasen

Ich habe meinen ersten Gastbeitrag veröffentlicht! (Damit habe ich am allerwenigsten gerechnet)

Als im Januar die Anfrage zu einem Gastbeitrag von Natalie (schaeresteipapier.blogspot.ch) kam, habe ich mich sehr gefreut, auf einem meiner Lieblingsblogs als Gast aufzutreten. Und das mit meinem kleinen Blog, auf dem es zuletzt auch noch ziemlich ruhig war.

Zu dem Thema Frühling - Garten - Kinder kam mir ganz schnell die Idee, mit meinen Kindern ein Osternest zu basteln, wie ich selber mal eines hatte:

Ostern 1984

Was daraus geworden ist - 30 Jahre später - könnt ihr hier bei Natalies Blog schaereateipapier nachlesen.





Könnt ihr es auch kaum noch erwarten, bis es endlich Ostern ist?

Liebe Grüße,
Michelle

Sonntag, 16. März 2014

Wundermittel Gründüngung?

Nicht umsonst heißt mein Blog Regenwurmgarten. Ein Regenwurmgarten ist für mich ein Garten, in dem sich Regenwürmer wohl fühlen und in dem die Regenwürmer für einen guten Boden sorgen. Sie lockern den Boden auf, sorgen für eine gute Belüftung des Bodens, reichern ihn mit Humusstoffen an. Damit sind die Regenwürmer ganz wichtige und unentbehrliche Helfer im biologisch bewirtschafteten Garten. Und eben einen solchen Garten habe ich hier.

Nun gibt es hier aber leider noch nicht so viele Regenwürmer, dass alles so wächst und gedeiht, wie ich mir das so vorstelle. Daher helfe ich hier und da mit organischem Dünger nach. Im letzten Jahr konnte ich damit ungeahnte Effekte an meinem Rasen beobachten - aber dazu in einem anderen Post mehr. Jetzt ist noch keine Rasenzeit.

Eine weitere Methode der biologischen Bodenverbesserung ist die Gründüngung. DAS Wundermittel schlechthin, um den Gartenboden fit zu machen, wenn man der Literatur glaubt. Das muss ich dann natürlich auch ausprobieren. Mein sandiger Boden braucht ein bißchen Futter, auch wenn ich anfangs dachte, ganz ohne Dünger auskommen zu können.

Im Spätsommer habe ich daher auf meinen beiden Gemüsebeeten Phacelia und Gelbsenf ausgesät. Was soll das bringen?

- weniger Unkraut auf den monatelang brach liegenden Beeten
- der Boden wird gelockert
- reichern den Boden mit Nährstoffen an

So dachte ich mir das. Weniger Unkraut jäten mit schwerem Gerät ausgraben als im Vorjahr und das Gemüse wuchert danach nur so.

Phacelia heißt auch "Bienenfreund" - und das zu recht. In meinem Phacelia-Beet hat es nach kurzer Zeit nur so gesummt und gebrummt. Die lila Blüten sehen wunderschön aus. Alleine das war es schon wert.

Links, zwischen Schlauchwagen und Sonnenblume, sieht man das abgeerntete Gemüsebeet mit Phacelia.
21. September 2013

Wie versprochen ist die Saat auch schnell aufgegangen und nach kurzer Zeit war das ganze Beet mit Phacelia zugewuchert. Im Winter sollten die Pflanzen abfrieren. Das hat eher nicht so geklappt, lag wohl auch am milden Winter.

Phacelia im Februar 2014. 

Ich habe die Pflanzen dann einfach abgehackt und erstmal auf einen (ziemlich großen) Haufen geschoben. Bei der Gelegenheit habe ich mal geprüft: es war tatsächlich fast ausschließlich Phacelia, kaum Unkraut. Also - voller Erfolg in dieser Richtung. Und schön locker war der Boden auch.

Karotten habe ich auch noch gefunden. Und wie man sieht sind auch die Wege mittlerweile vom Unkraut befreit und mit Rindenmulch bedeckt. Sonst kommt der mir nirgendwo hin, aber für die Wege ist er vielleicht doch das richtige.

Die Pflanzenreste habe ich noch weiter klein gehackt und in den Boden eingearbeitet. Das passiert allerdings schon fast automatisch beim kleinhacken auf dem Beet. Bis zu den ersten Aussaaten sollten die Pflanzenreste größtenteils zersetzt sein und einen 1A-Boden für mein Gemüse zurücklassen. Mal sehen.

Fertig. Bereit für das neue Gemüsejahr.

Der Gelbsenf hat mich doch sehr enttäuscht. Er ist eher kümmerlich gewachsen, es hat sich einiges an Unkraut angesiedelt. Blüht gelb - wie der Name sagt - aber mehr ist darüber auch nicht zu sagen. Angeblich sollte er besonders schnell und dicht wachsen. Na ja, bei mir nicht. Auch hier ist nicht alles erfroren, ich habe die Reste ebenfalls abgehackt, klein gehackt und eingearbeitet. Mal sehen, was das Gemüse dazu sagt. Da hier Tomaten wachsen sollen, werde sie noch zusätzlich Tomatendünger bekommen.

Gelbsenf im Februar 2014. 

Und damit ist die neue Gartensaison eröffnet! Es war ganz herrlich, die Gemüsebeete zu bearbeitend bei schönstem Sonnenschein und milden Temperaturen in der Erde zu wühlen.

Einen schönen Frühling an alle Regenwurmfreunde da draußen!
Michelle